Beiträge aus dem Jahr 2015

DRK Leutesheim spendet 300 Euro an Kehler Lebenshilfe
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DRK Leutesheim spendet 300 Euro an Kehler Lebenshilfe

Kehl-Leutesheim. Mit einer Spendensumme von 300 Euro unterstützte der DRK Ortsverein Leutesheim den Verein »Lebenshilfe Kehl-Hanauerland«.

Vorsitzender Heinz Faulhaber (links) übergab am vergangenen Donnerstagabend nach einem Rundgang in der Wohnstätte Kinzigallee Astrid Schneider, geschäftsführende Heimleiterin (Bildmitte) den Spendenbetrag.

Die Organisation betreut in drei Häusern seit 50 Jahren Menschen mit geistiger Behinderung bis ins hohe Rentenalter. Zusammengekommen war der Spendenertrag bei dem Kuchenverkauf des DRK Ortsvereins auf dem Leutesheimer Adventsmarkt im vergangenen November.

Über die Geldspende von 300 Euro des DRK Ortsvereins Leutesheim an die Lebenshilfe Kehl-Hanauerland freuten sich Personal, Bewohner und Angehörige.

Text/Foto: Marco Karch

 

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Luftgewehr-Südbadenliga: Leutesheimer Schützen waren die Gewinner des Tages
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Luftgewehr-Südbadenliga: Leutesheimer Schützen waren die Gewinner des Tages

Der Sportschützenverein Leutesheim erzielte vergangenes Wochenende mit dem Vizemeistertitel der Südbadenliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte und hat nun mit der Relegation zur 2. Bundesliga ein großes Ziel vor Augen.

Kehl-Leutesheim. Vergangenen Sonntag fand auf der Schießsportanlage in Heitersheim das Finale der Südbadenliga statt. In den Top-Paarungen des Tages Kuppenheim gegen Buchholz und Leutesheim gegen Lauf ging es hierbei nicht nur um die Podestplätze, sondern auch um die begehrten Relegationsplätze zum Ausstiegsschießen für die Regionalliga – der zweiten Bundesliga.

Die Kuppenheimer, die schon vor dem Wettkampf ungeschlagen als Meister feststanden, liesen sich von den stark schießenden Buchholzer nicht aus der Ruhe bringen und konnten das Duell mit 3 : 2 Punkte gewinnen.

Dann wurde mit Spannung die Begegnung der Leutesheimer gegen Lauf erwartet. Die Leutesheimer gingen als Tabellendritter und leichter Favorit ins Rennen. In der ersten Paarung traf Maik Fritsch auf den Schweizer Nationalkaderschütze Claude-Alain Delley. Mit sehr guten 386 Ringen musste sich Maik Fritsch jedoch einem Claude-Alain Delley in Spitzenform beugen, der erst im 30ten Schuss seine erste und auch einzigste „Neun“ erzielte. Mit unglaublichen 399 Ringen erzielte Claude-Alain Delley ein fantastisches Ergebnis und somit den ersten Mannschaftspunkt für die Laufer Schützen. unbeeindruckt von dem Geschehen auf Position eins konnten die restlichen Leutesheimer Schützen Eric Mabboudi, Mario Nock, Sascha Zimmer und Sabine Lepold ihre Wettkämpfe mit hervorragenden Ergebnissen über der 380er-Ringe-Marke zu einem 4 : 1 Sieg für Leutesheim beenden. Der SSV Leutesheim verbesserte sich durch diesen Sieg auf den zweiten Tabellenplatz und war damit der große Gewinner des Tages. Die Sgi Lauf landete durch die Niederlage letztendlich auf dem fünften Tabellenplatz. Dritter wurde der KKSV Buchholz vor dem SV Egringen.

Für das Aufstiegsschießen zur Regionalliga am 22. Februar haben sich somit die Mannschaften aus Kuppenheim und Leutesheim qualifiziert. Tennenbronn steigt direkt aus der Südbadenliga ab und Eisental muss im Relegationsschießen noch um den Klassenerhalt kämpfen. Mit dem Gewinn des Vizemeistertitels der Südbadenliga haben die Leutesheimer den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte erzielt.

Text/Foto: Mario Kenngott/SSVL

 

Das Erfolgsteam der Leutesheimer Schützen, die den Vizemeistertitel der Südbadenliga erzielten: (von links) Eric Mabboudi, Sascha Zimmer, Mario Nock, Sabine Lepold, Maik Fritsch und Vereinsvorsitzender, Trainer und Betreuer Uwe Hummel. Foto: Schützenverein Leutesheim

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Hauptversammlung: ASV plant Neustrukturierung der Mittelgrund-Uferzone
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Hauptversammlung: ASV plant Neustrukturierung der Mittelgrund-Uferzone

Kehl-Leutesheim. Der Angelsportverein Leutesheim blickte bei seiner Jahreshauptversammlung am Freitagabend auf ein erfolgreiches Jahr zurück. So war das Sommerfest im August letzten Jahres laut Vereinsboss Theo Clemens wieder ein Mal ein voller Erfolg.

Durch das Aufstellen von vier Pagodenzelten konnte das Platzangebot ausgeweitet werden. Die Situation im Küchentrakt wurde dadurch erheblich verbessert, sagte Theo Clemens. Belohnt wurde diese Maßnahme durch noch einmal gesteigerte Besucherzahlen.

Und so fiel der Finanzbericht von Kassierer Michael Blechinger durchweg positiv aus. Größte Investition des Vereins in den vergangenen zwölf Monaten war der Kauf von zwei Pagodenzelten für über 2.500 Euro. Frische Fische gab es keine, ein Fischbesatz fand in 2014 nicht statt.

Kritik wurde in der Versammlung wegen der Verunreinigung des Dorfbachs geübt: Einige Anrainer schmeißen ihre Gartenabfälle in das Wasser. Das Gitter am Verbindungsrohr zum Pachtgewässer »Rötzenweiher« setzt sich aus diesem Grund immer wieder zu.

Die Arbeit an den Vereinsgewässern hielt die Leutesheimer Angler im Berichtjahr auf Trab. So gab es im Januar einen Großeinsatz am Wasser und im März hat die Jugendabteilung zusammen mit dem Nachwuchs der Aueheimer Fischerzunft den Mittelgrundsee und das Rheinufer gesäubert. Zusätzlich beteiligte sich der Verein im Oktober an der Kreisputzete. Die von Vereinsvizechef Martin Schley betreute Jugendabteilung hatte zusätzlich ein paar sehr gelungene Lehrgänge an den Vereinsgewässern. Ortsvorsteher Heinz Faulhaber lobte die Leutesheimer Petrijünger für ihr Engagement und die Pflege der Seen. »Das Wasser ist ein wichtiges Teil in unserem System«, erklärte das Dorfoberhaupt.

149 Mitglieder zählte der Verein am Jahresende. Herbert Knauß und Willi Weislogel wurden in der Versammlung zu Ehrenmitglieder ernannt. Herbert Knauß hat als langjähriger Schriftführer das digitale Zeitalter beim Leutesheimer Angelsportverein eingeläutet und Willi Weislogels Fischküchle-Rezept ist weit über die Grenzen von Leutesheim bekannt geworden, lobte Vereinsboss Theo Clemens.

Fällt demnächst die Fischereigrenze im Mittelgrund-See? Das Gewässer liegt auf Leutesheimer und Auenheimer Gemarkung. In beiden Vorstandschaften wurde bereits laut darüber nachgedacht, dass die Angler auch über die örtliche Grenze hinaus angeln dürfen. Theo Clemens wollte am Freitagabend von den versammelten Mitglieder hören, wie sie darüber denken. Freudensprünge gab es im Leutesheimer »Löwen« zu diesem Thema aber nicht.

Beim Ausblick auf das angelaufene Jahr stellt Theo Clemens eine geplante Änderung am östlichen Ufer des Mittelgrundsees vor. Dort kommt es immer wieder zu wilden Müllablagerungen. Dem Problem will der Verein durch Beschränkungen in der Zugänglichkeit begegnen. Mit dem Kies, der direkt am Ufer lagert, sollen die Uferzonen neu strukturiert werden. »Der Mittelgrundsee wird durch diese Maßnahme deutlich aufgewertet«, sagte Ortsvorsteher Heinz Faulhaber.

Theo Clemens sprach dem Leutesheimer Dorfoberhaupt in diesem Zusammenhang ein dickes Lob für eine schnelle Entscheidung aus. Entfernt werden soll am Mittelgrundsee auch das Schwimmponton. Wie Ernst Kleinmann berichtete, sei die Firma Sehring an der ursprünglich geplanten Tiefenbaggerung nicht weiter interessiert. Der frühere Leutesheimer Ortsvorsteher gab den Anglern mit auf den Weg, dass sie bei der Stadt wegen eines zeitlich begrenzten Pachtzinserlasses anklopfen könnten. So würden die Petrijünger vielleicht einen kleinen Gegenwert für die viele Arbeit am Mittelgrundsee erhalten. Geld im Rahmen der städtischen Vereinsförderung erhalten die Leutesheimer Anglern schließlich nicht.

Text/Foto: Jürgen Preiß

Die Leutesheimer Angler Willi Weislogel und Herbert Knauß wurden von Vereinsboss Theo Clemens (von links) im Rahmen der Jahreshauptversammlung zu Ehrenmitglieder ernannt. Foto: Jürgen Preiß

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Musikverein »Harmonie« spielte Hochzeits-Wunschkonzert
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Musikverein »Harmonie« spielte Hochzeits-Wunschkonzert

»Vier Hochzeiten = ein Jahreskonzert« lautete am Samstag die Devise in der Festhalle Leutesheim. Dort gab der Musikverein ein Wunschkonzert der ganz speziellen Art.

Kehl-Leutesheim. »Ein Jahr ohne Musiker-Hochzeit ist ein Jahr ohne Hochzeitsständchen in der Kirche – und das ist ein verschenktes Jahr.« Mit dieser Feststellung hatte der damalige Vorsitzende des Musikvereins Leutesheim, Martin Karch, bei der Hauptversammlung 2013 seine Musiker aufgefordert, in dieser Hinsicht doch bitteschön mal wieder aktiv zu werden. Dirigent Dieter Baran stellte den heiratswilligen Paaren sogar in Aussicht, sie dürften sich die Stücke, die ihnen das Orchester zu ihrem Jubeltag spielen sollte, selbst aussuchen.

Ob’s daran lag, dass sich 2014 gleich vier Paare aus den Reihen der Musiker trauten? Jedenfalls machten sie von Barans Angebot reichlich Gebrauch. Und auf ihren »Wunschzetteln« standen nicht etwa einfache Liebeslieder, sondern richtig »großes Kino« – ausgewachsene Orchesterwerke und Konzertstücke. Für die Musiker hieß das: vor jeder Hochzeit proben, proben, proben. Und da es schade gewesen wäre, den ganzen Aufwand nur für eine Hochzeit betrieben zu haben, strickten sie aus der Wunschliste der Paare auch gleich das Programm für das diesjährige Jahreskonzert.

Ehrentanz
Die Hochzeitsstimmung ließen die Musiker zu Beginn des zweiten Konzertteils wieder aufleben: In der Pause hatten die frisch Vermählten ihre Orchester-Uniform mit Brautkleid und Anzug getauscht und zogen nun zu den Klängen von Felix Mendelssohn Bartholdys »Hochzeitsmarsch« durch den Mittelgang der Festhalle nach vorn vor die Bühne, wo sie dann zu Dimitri Shostakovichs »The Second Walz« einen Ehrentanz aufs Parkett legten.

Auch sonst ging’s viel um große Emotionen – sei es in der von mächtigem Gebläse dominierten weltbekannten Ouvertüre aus Händels »Feuerwerksmusik« musikverein jahreskonzert harmonie leutesheim litzeoder dem erhaben gezeichneten »Großen Tor von Kiew« aus Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung« bis hin zu Pop-Klassikern wie »Eloise« von Barry Ryan, »One Moment in Time« von Whitney Houston oder »What a Feeling« von Irene Cara aus »Flashdance«. In den beiden letztgenannten Fällen wusste Linda Tang zu beeindrucken. Das junge Gesangs- und Songwriter-Talent aus Lahr, Bundessiegerin beim Wettbewerb »Jugend musiziert«, schlug sich dabei angesichts der großen Vorbilder mehr als achtbar. Und sie wusste auch solo zu überzeugen: »Von guten Mächten wunderbar geborgen«, die Vertonung des berühmten, tief berührenden letzten Gedichts von Dietrich Bonhoeffer, sang sie ganz allein zur sachte gezupften akustischen Gitarre und mit einem schönen Schuss Blues-Feeling.

Im Übrigen bewies das Orchester wieder einmal seine ganze Klasse. Etwa in »Moment for Morricone«, einem zum Schluss furiosen Ritt, der an die Bläser höchste Anforderungen stellt, exakt mit dem von den Schlagwerkern diktierten Galopptempo mitzukommen, oder einem schön jazzigen und druckvoll gespielten Medley von Blood, Sweat & Tears. Auch Wolfgang Schwarzmüller, erster Violinist im SWR-Sinfonieorchester Freiburg und damit ein Kollege Dieter Barans, bekam seinen großen Auftritt: in der »Meditation aus ›Thais‹« von Jules Massenet, einem eher ruhigen Stück mit leichtem »Madame Butterfly«-Touch.

In den Zugaben gab’s nochmal Grandezza pur: John Miles‘ »Music« und »The Power of Love« von Jennifer Rush setzten den adäquaten Schlusspunkt unter einen emotionalen Abend.

Text/Foto: Michael Müller

Das Ja-Wort gaben sie sich nur einmal, doch ihre Brautkleider durften sich die Hochzeitspaare noch einmal überwerfen. Das Jahreskonzert der »Harmonie« Leutesheim war in diesem Jahr ein ganz besonderes. Foto: Verein

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40 Jahre Eingemeindung: Leutesheim wollte unabhängig bleiben
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40 Jahre Eingemeindung: Leutesheim wollte unabhängig bleiben

Gut aufgestellt war Leutesheim, als es vor exakt 40 Jahren in die Große Kreisstadt Kehl eingemeindet wurde. Entsprechend groß war der Widerstand gegen die Aufgabe der Selbstständigkeit. Geblieben ist der ausgeprägte Hang zur Eigeninitiative.

Kehl-Leutesheim. Wer verliert schon gern seine Selbstständigkeit?« So bringt Ex-Ratschreiber Helmut Keck die Stimmung vor 40 Jahren in Leutesheim auf den Punkt. Damals war die Reform der Landkreise und Kommunen das beherrschende Thema. Mit der Auflösung des Landkreises Kehl wurde der Status einer Großen Kreisstadt für Kehl unabdingbar – das ging nur mit Eingemeindungen. Kein Wunder, dass der damalige OB Trudpert Müller auch Leutesheim mit seinen schon seinerzeit rund 1400 Einwohnern in den Blick nahm. Zudem war Kehl für die Leutesheimer schon immer Einkaufs-, Dienstleistungs- und Arbeitsplatzstadt. Und viele wichtige Ämter und Einrichtungen wie Vermessungsamt, Notariat, Krankenhaus und weiterführende Schulen waren in Kehl angesiedelt.

Ansonsten jedoch hatten die »Litzmer« alles, was sie brauchten: Einige Neubaugebiete waren bereits an eine Teilsammel-Kläranlage angeschlossen; die Schule war zum Rathaus, der einstige Farrenstall zum Feuerwehrhaus umgebaut, Kindergarten und Friedhof waren erweitert worden; die Mehrzweckhalle gab es auch schon. Auch der Zweckverband »Gruppenwasserversorgung Korkerwald«, von dessen Wasserwerk bei Holzhausen Leutesheim bis heute sein Trinkwasser bezieht, existierte schon. Und es gab finanzkräftige Firmen im Ort – unter anderem die Firma Jaco, die Kunststoffverpackungen herstellt, ein Sägewerk und nicht zuletzt ein Kieswerk. »Leutesheim war gut aufgestellt«, erinnert sich Emil Weislogel, über 30 Jahre lang im Gemeinde- und später im Ortschaftsrat von Leutesheim und Ortsvorsteher-Stellvertreter.

Sein »Chef« August Karch, letzter Bürgermeister und späterer Ortsvorsteher, ließ denn auch nichts unversucht, um den »Anschluss« an Kehl zu verhindern. Darin wusste er sich mit der großen Mehrheit der Leutesheimer einig. Und die machten ihrem Unmut zum Teil auf sehr originelle Weise Luft. Ex-Ortsvorsteher Ernst Kleinmann erinnert sich noch an einen Auftritt von Gertrud Ponath, einer ortsbekannten Musikerin und »Litzmer« Original, beim Silvesterball des Schützenvereins in der Mehrzweckhalle. Vor der Bühne war ein Sarg aufgebaut, und dann stimmte sie ein altes Lied aus dem Hanauerland an, das sie zu einem Protestlied gegen die Eingemeindung umgetextet hatte: »Ihr Leut’, kauft Souvenirs, als Wiedekepf’ verschwinde mir, dass mir noch e Andenke ans alte Litze henn. Vum Stierstall de Hörner, vum Gäsbock de Bart, das wird für de Kähler OB als Geschenk uffbewahrt…« (»Wiedekepf’« war der Spitzname für die Leutesheimer, d. Red.) Und schließlich wurde der Sarg vor der Mehrzweckhalle verbrannt.

Verschiedene Alternativen wurden damals durchdekliniert – etwa die Gründung eines Gemeindeverwaltungsverbandes zusammen mit den heutigen Rheinauer Süd-Stadtteilen und den Nachbardörfern Bodersweier und Querbach. Oder ein Zusammenschluss der vier Kehler Nordstadtteile zu einer Gesamtgemeinde. Aber das scheiterte – nicht nur an der Unnachgiebigkeit der Behörden, sondern auch an persönlichen Eitelkeiten. Vor allem August Karch und sein Auenheimer Amtskollege Albert Heidt seien sich nicht »grün« gewesen. »Jeder wollte Chef sein«, erinnert sich Emil Weislogel.

Schließlich ergab sich der Leutesheimer Gemeinderat in sein Schicksal und stimmte dem Abschluss eines Eingliederungsvertrags zum 1. Januar 1975 zu. Große Versprechungen, wie bei so manchem anderen Ortsteil, machte Kehl nicht: »Denkmäler der Eingemeindung gibt es in Leutesheim nicht«, brachte es August Karch 1985 in einem Interview mit der Kehler Zeitung auf den Punkt. Immerhin: Der Hartplatz am Sportgelände, von der Ortschaft noch geplant, wurde mit Hilfe Kehls fertiggestellt, der gesamte Ort wurde an die Kanalisation angeschlossen, und die Stadt kaufte das alte ZG-Gebäude auf – heute ist dort der Jugendtreff untergebracht.

Inzwischen haben die Leutesheimer ihren Frieden mit der Eingemeindung gemacht. »Wir brauchen heute größere Verwaltungseinheiten«, sagt Ernst Kleinmann. Geblieben ist indes der ausgeprägte Hang zur Eigeninitiative, ohne die manches nicht möglich gewesen wäre: Der Grillplatz, die Brücke am Feuerwehrhaus, die Brücke im Hinterhof, das Hallen-Foyer, der Umbau des alten »Backhiesels« hinterm Rathaus, Umbau und Erweiterung des Jugendtreffs – da packten die »Litzmer« lieber selber an, als abzuwarten, bis man im Kehler Rathaus zu Potte kommt. »Obrigkeits-Hörigkeit«, sagt Ernst Kleinmann, »ist bei uns nicht ausgeprägt.«

Protest gegen den »Anschluss« an die Stadt Kehl: Beim Silvesterball des Schützenvereins 1974 wird Leutesheim symbolisch zu Grabe getragen. Vor der Mehrzweckhalle wurde der Sarg schließlich verbrannt. Inzwischen haben die Leutesheimer ihren Frieden mit der Eingemeindung gemacht. Repro: »Aktives Dorf Leutesheim« e. V.

Text: Michael Müller
Archivfoto/Repro: Aktives Dorf Leutesheim e. V.

 

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Mit Blümchen und Bäumen: So wird unser neuer Fahrbahnteiler

Kehl-Leutesheim. Leutesheims Nachbarortschaften haben längst einen, wenn nicht sogar zwei. Der Bau eines Fahrbahnteilers für die Ortseinfahrt Nord, Honau (K5373) werde in diesem Jahr umgesetzt, so Ortsvorsteher Heinz Faulhaber.

Dieser würde aufgrund seiner Länge deutlich effektiver, als der in Auenheim. Ursprünglich gab es vier Varianten unterschiedlicher Bauweisen, der Ortschaftsrat stimmte dieser einstimmig zu.

ortschaftsrat leutesheim litze kehl fahrbahnteilerSoll die Raser zügeln: Deutlich länger als gewohnt wird vorausichtlich der Fahrbahnteiler bei der Ortseinfahrt Nord. Fotomontage: Stadt Kehl/Tiefbauabteilung

ortschaftsrat leutesheim litze kehl fahrbahnteilerBlick von oben: Mit Bäumen und Blümchen verziert hätte Leutesheim »den Längsten« unter den Fahrbahnteilern. Infografik: Stadt Kehl/Tiefbauabteilung

 

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Friedel Hummel feierte ihren 90. Geburtstag
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Friedel Hummel feierte ihren 90. Geburtstag

Kehl-Leutesheim. Friedel Hummel aus Leutesheim feierte am Dienstag ihren  90. Geburtstag. Zu den ersten Gratulanten zählten Tochter Gretel, Sohn Herbert und Schwiegersohn Gerhard Hummel.

Viele Bekannte und Verwandte waren darüber hinaus zur Schlosserei Hummel gekommen, um mit Friedel Hummel auf weiterhin gute Gesundheit anzustoßen. Auch Ortsvorsteher Heinz Faulhaber (auf dem Foto vorne, links)  ließ es sich nicht nehmen, im Namen der Gemeinde und auch ganz privat herzliche Glückwünsche zu übermitteln.

Leutesheimerin Friedel Hummel feierte mit ihrer Familie und Freunden ihren 90. Geburtstag. Zu den Gratulanten zählte auch Ortsvorsteher Heinz Faulhaber. Foto: Jürgen Preiß

Text/Foto: Jürgen Preiß

 

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