Beiträge aus dem Jahr 2017

In Leutesheim geht ein Ära zu Ende: Der »Elektro-Keck« schließt sein Ladengeschäft
In Leutesheim geht eine knapp 65-jährige Ära zu Ende. Der Elektro Keck in der Badener Straße schließt zum Jahresende. Sonja und Albert Keck hatten den Familienbetrieb in den letzten vier Jahrzehnten geführt. Foto: Jürgen Preiß

In Leutesheim geht ein Ära zu Ende: Der »Elektro-Keck« schließt sein Ladengeschäft

Kehl-Leutesheim. Das Ladengeschäft von Elektro Keck in Leutesheim schließt zum Jahresende. Damit geht eine knapp 65-jährige Ära zu Ende.

Das Fachgeschäft in der Badener Straße 7 wurde 1953 von Friedel und Albert Keck sen. gegründet. Albert Keck war zu dieser Zeit Elektriker beim Überlandwerk Achern. Das gehörte zur RWE-Tochter Rheinelektra AG, die Kraftwerke, Hochspannungsleitungen, Trafos und Ortsverteilungsnetze baute und in den fünfziger Jahren mit der Eröffnung von Fachgeschäften in das wachsende Segment der Haushaltsgeräte einstieg. So kam auch ein Rheinelektra-Geschäft nach Leutesheim. Der Laden wurde bei den Kecks im Erdgeschoss des Wohnhauses integriert. Friedel Keck verkaufte von der Glühbirne bis zur Waschmaschine so gut wie alles. 1969 zog sich die Rheinelektra aus dem Bereich Haushaltgeräte zurück. Friedel und Albert Keck sen. betrieben das Geschäft auf eigenen Namen weiter.

1976 musste Sohn Albert sein Mathe- und Physikstudium abbrechen, um das elterliche Geschäft weiter zu führen. Die Eltern traten aus gesundheitlichen Gründen kürzer. 1982 starb Vater Albert Keck. Der Sohn und Ehefrau Sonja bauten den Laden vier Jahre später um. Die Verkaufsfläche wuchs. 1992 stellte sich das Unternehmen mit dem Einstieg in den Bereich Elektro-Installation auf ein zweites Standbein. Die Kunden kommen vorrangig aus Industrie und Gewerbe. Zwei Jahre später wurde eine Werkstatt in das mittlerweile ständig erweiterten Wohn- und Geschäftshaus integriert. Elektro-Keck war viele Jahre auch Ausbildungsbetrieb.

Das Geschäftsmodell hat sich in den Jahren gewandelt. Auch die Kundenstruktur. In den sechziger, bis achtziger Jahren stand eine Stereo-Anlage praktisch bei jedem Konfirmanden ganz oben auf dem Wunschzettel, erinnern sich Sonja und Albert Keck.

An den damaligen Fernsehgeräten konnte man noch selbst Reparaturen durchführen. Heute ist das nicht mehr möglich. Mittlerweile haben die großen Elektrogeräteproduzenten eigene Servicecenter und im Internet werden Geräte teilweise zu Preisen verramscht, die unter den liegen, zu denen Elektro-Keck einkauft.

Sonja und Albert Keck sind mit diesem Wandel trotzdem immer gut klar gekommen. Der Service, den das Leutesheimer Unternehmen rund um die Produktpalette angeboten hat, sei immer gut angekommen. Insbesondere bei den Kunden, die dies zu schätzen wissen.

Albert Keck kam dieses Jahr ins Rentenalter. Tochter Tina ist im Gesundheitswesen tätig, eine familiäre Nachfolge daher nicht in Sicht. Elektro Keck in Leutesheim wird daher zum Jahresende das Ladengeschäft in der Badener Straße 7 schließen. Serviceleistungen will Albert Keck weiterhin noch anbieten.

Text u. Foto: Jürgen Preiß

 

 

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Parkplatz-Bau für den Leutesheimer Kindergarten
Sechs neue Parkplätze sollen direkt vor dem Kindergarten Leutesheim entstehen. Baukosten: 13.000 Euro. Archivfoto: Marco Karch

Parkplatz-Bau für den Leutesheimer Kindergarten

Kehl-Leutesheim. Noch in dieser Woche sollen am Leutesheimer Kindergarten die Bauarbeiten für sechs Pkw-Stellplätze beginnen. Das verkündetet Ortsvorsteher Heinz Faulhaber am Montagabend auf der Ortschaftsratsitzung. Der Auftrag in Höhe von 13 000 Euro für die neuen Weg- und Parkflächen wurde bereits an eine Kehler Firma vergeben. In der Vergangenheit hatte es oft Beschwerden der Anwohner gegeben, die aufgrund der Verkehrssituation vor dem Kindergarten nicht aus ihrer Ausfahrt kamen.

Text: Antje Ritzert
Archivfoto: Marco Karch

 

 

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Faulhaber sauer über Haushalts-Kürzungen
„Der Jugendtreff ist eine kalte Bruchbude mit Schimmel und nassen Wänden“: Der Ortschaftsrat besteht darauf, dass die gekürzten 25.000 Euro in Leutesheim eingesetzt werden. Foto: Antje Ritzert

Faulhaber sauer über Haushalts-Kürzungen

In Leutesheim sollen weitere 25 000 Euro Haushaltsmittel für 2018 gekürzt werden. Ortsvorsteher Faulhaber ist erbost: „Mir wird übel, wenn ich sehe, welche dreisten Anmeldungen zum Nachtragshaushalt gemacht wurden!“

Kehl-Leutesheim. Die erste Kröte hatte der Leutesheimer Ortschaftsrat zwar mit Murren, aber ohne Widerstand geschluckt: Für den Doppelhaushalt 2017/2018 waren knapp zwei Millionen Euro Bedarf für Leutesheim angemeldet, davon strich die Kehler Stadtverwaltung gut zwei Drittel zusammen. Was jetzt aber passiert ist, treibt dem Gremium die Galle hoch: Im Nachtragshaushalt für 2018 wurden der Ortschaft noch einmal 25 000 Euro gestrichen. Und das ausgerechnet beim Jugendtreff, bei dem wochenlang Wasser über das undichte Dach eingesickert war. Zwar geht aus dem Planentwurf für den Nachtragshaushalt nicht eindeutig hervor, welche Maßnahmen am Jugendtreff genau eingespart werden sollen, doch für den Ortschaftsrat steht fest: „Das geht zu weit!“

„Die Haushaltsverhandlungen waren geprägt von „Reißleine“ und „Prioritätenliste““, erinnerte Ortsvorsteher Heinz Faulhaber auf der Ratssitzung am Montagabend. Daher hätte der Ortschaftsrat nur dringend notwendige Maßnahmen angemeldet. „Die Verhandlungen mit der Verwaltung waren dann sehr ernüchternd. Ich kam mir vor wie ein gerupftes Huhn.“ Nach dem Streichkonzert habe nicht einmal ein Antrag an die Verwaltung, die Prioritäten im Rahmen der Finanzmittel zu ändern, Beachtung gefunden, so Faulhaber.

Von der Leutesheimer Liste gestrichen wurden unter anderem die Betonsanierung an der Trauerhalle (160.000 Euro), die Fahrbahndecke der Badener Straße (263.000 Euro), Putzarbeiten und neue Fensterläden am Rathaus (90.000 Euro), die Sanierung der Holzdecke der Mehrzweckhalle (80.000 Euro), der Austausch der Lampen in der Grundschule, die noch aus dem Jahr 1965 stammen und sehr viel Strom fressen (30.000 Euro) sowie die Wärmedämmmaßnahmen an der Grundschule (110.000 Euro). Letztere wurden zum ersten Mal bereits 2005 im Kehler Haushalt angemeldet.

„Gerade die Dämmung und die Beleuchtung sollten doch Priorität haben“, wunderte sich Ortschaftsrat Thorsten Hummel (Freie Wähler), da sich diese Investitionen mit der Zeit von selbst amortisieren würden. Heinz Faulhaber (SPD) hingegen ärgert vor allem der Sanierungsstau in Leutesheim: „Der Jugendtreff ist eine kalte Bruchbude mit Schimmel und nassen Wänden“, sagte er. Die 25 000 Euro, die für das Gebäude vorgesehen waren, seien deswegen für ihn „völlig indiskutabel“. Außerdem kritisierte Faulhaber die Kehler Finanzpolitik im Gesamten: „Mir wird übel, wenn ich sehe, welche dreisten Anmeldungen zum Nachtragshaushalt gemacht wurden.“ Konkrete Beispiele nannte er jedoch nicht.

„Wir sagen, okay, es ist eine schwierige Zeit und deshalb melden wir nur an, was wir unbedingt brauchen. Und werden dafür am Schluss noch bestraft“, ärgerte sich Faulhaber. Um bei den Haushaltsverhandlungen zumindest das zu bekommen, was wirklich nötig sei, argwöhnte Ratsmitglied Hans Bartelme (Freie Wähler), müsse man „einfach jedes Jahr das Fünffache von dem anmelden, was man wirklich brauche, denn ganz zusammenstricken tun sie einen nicht“. Frechheit würde eben siegen.

Text/Foto: Antje Ritzert

 

 

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Zahlreiche Ehrungen beim Wintersportfest: Lohn für sportliche Anstrengung
Nicole Maier-Heidt, Gloria Wirth, Birgit Heidt und Sportverein-Chef Jürgen Hummel (rechts am Bildrand) verliehen in Leutesheim erfolgreichen Teilnehmern das Deutsche Sportabzeichen. Foto: Jürgen Preiß

Zahlreiche Ehrungen beim Wintersportfest: Lohn für sportliche Anstrengung

Kehl-Leutesheim. 44 Jugendliche und Erwachsene haben in Leutesheim die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllt und mit ihren sportlichen Leistungen eine Auszeichnung erworben. Beim Wintersportfest am vergangenen Samstag wurden die Sportler von Vereinsboss Jürgen Hummel geehrt.

Das Abzeichen in Gold erhielten bei den Jugendlichen Luisa Ehrhardt, Raphael Karch, Anne-Kathrin König, Mathilda Maier, Marlon Matthiss, Mia Rudloff, Luisa Schmidt, Kiona Waag, Julia Wahl und Maya Wahl sowie bei den Erwachsenen Birgit Heidt, Daniela Hummel, Patricia Irrgang-König, Stefanie Kenngott, Ellen Preiß und Gloria Wirth.

Mit »Silber« geehrt wurden die Jugendlichen Sarah Doll, Hannah Dozuweit, Johanne Erhardt, Simon Fimeyer, Andreas Gloth, Jakob Hummel, Josephine Karch, Leonie Karch, Arne Keck, Brian Keck, Anna-Lena Kirschning, Michelle Labisch, Ronja Lesniak, Anika Ross, Marlene Schütterle, Jette Schütterle, Jasmina Waag, Sarah Ziegler und Linus Zipfel sowie die Erwachsenen Nicole Maier-Heidt und Jörg Hummel.

»Bronze« erhielten Jana Ali, Emma Blum, Jana Blum, Mareike Gloth, Lilly Schmitz, Luisa Stahl und Simone Ziegler. Die Sportabzeichen-Prüfungen wurden geleitet von Nicole Maier-Heidt, Gloria Wirth und Birgit Heidt.

Text/Foto: Jürgen Preiß

 

 

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Winterfest-Theater: Zu viele Chefs beim Sportverein Leutesheim
Christbäume, rote Nikolaussäcke und sogar Lametta kamen in Leutesheim bei den Tanzaufführungen auf die Bühne. Foto: Jürgen Preiß

Winterfest-Theater: Zu viele Chefs beim Sportverein Leutesheim

Ein lustiges Theaterstück und ideenreiche Tänze, allesamt hausgemacht, standen am Samstagabend im Mittelpunkt des gut besuchten Winterfestes des Sportverein Leutesheim (SVL).

Kehl-Leutesheim. »2017 war für uns kein besonders gutes Jahr«, sagte SVL-Boss Jürgen Hummel bei der Begrüßung, die gleichzeitig auch ein kleiner Jahresrückblick war. Die Fußballmannschaft ist abgestiegen, der neue Trainer wurde im September entlassen, ein Chef war quasi zu viel. Das einzig Positive sei die Rückkehr von Armin Reichmann gewesen, als Interimscoach für den geschassten Josef Anselm-Zeiser. Jürgen Hummel zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich die Wogen auf der stürmischen SVL-See bald wieder geglättet werden.

Mit gut einstudierten und interessant aufgemachten Tänzen ging es im Programm weiter. Anna Hummel, die Tochter des Vereinschefs, verlas eine Weihnachtgeschichte vom alten Weihnachtsbaumständer. Die ganz Kleinen vom SVL-Tanzensemble zogen sich Winterkleidung an und schon ging´s rein in das Schneevergnügen. Christbäume, rote Nikolaussäcke und sogar Lametta kamen auf die Bühne. Auch Rudolf, das Rentier mit der roten Nase, fehlte nicht. Für die sehr gelungenen, von Birgit Heidt, Nicole Maier-Heidt und Gloria Wirth einstudierten Vorführungen gab es reichlich Applaus.

»Eine Chefin zu viel« war auch beim Theaterstück der Laienschauspielergruppe des Sportvereins auf der Bühne. In dem gleichnamigen, lustigen Dreiakter ging es um ein Wirtshaus, eine launische Kellnerin Sopie (gespielt von Lena Hauß), drei Männer am Stammtisch (Kim-Sören Grumer, Andi Zerr und Julian Hauß) und Gastwirt Bertel (Boris Faulhaber). Letztere wünschen sich eine liebenswürdigere Bedienung und würden Sophie gerne mal eine Lektion erteilen. Sie geben eine Stellenanzeige auf. Das ruft den nörgelnden Dauergast »Frau Grantler« (Melanie Preiss) auf den Plan und die Paprika verliebte Köchin Vera (Christine Lesniak). Alle glauben, der neue Übernachtungsgast (Julia Schneider) sei eine Bewerberin. Heinz, der hustende Stammtischbruder, wird von seinen Freunden daraufhin in Frauenkleider gesteckt und als Gegenkandidatin ins Rennen geschickt. Er trinkt sich reichlich Mut an. Veras Paprikagulasch und das ganze Wirtshaus sind am Dampfen. Am Schluss verzieht sich der Rauch und alles löst sich in Wohlgefallen auf.

Text/Fotos: Jürgen Preiß

 

 

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»Harmonie Leutesheim« bringt mit Advents-Kirchenkonzert weihnachtliche Stimmung
Weihnachtliche Stimmung brachte der Musikverein am Sonntagabend in die Leutesheimer Kirche. Foto: Musikverein

»Harmonie Leutesheim« bringt mit Advents-Kirchenkonzert weihnachtliche Stimmung

Kehl-Leutesheim. Pünktlich zum ersten Advent wurde am Sonntagabend in der Leutesheimer Kirche die Vorweihnachtszeit eingeläutet: Der Musikverein “Harmonie” Leutesheim hatte zu einer “besinnlichen Stunde” eingeladen. Dabei gab es nicht nur bekannte Adventsmusik.

Dirigent Dieter Baran hatte sich eine afrikanische Weihnachtsgeschichte ausgesucht, die die Zuhörer gerade in dieser Zeit zum Nachdenken anregen sollte. Rund um diese Geschichte spielte der Musikverein passende Weihnachtslieder, die die Dramaturgie der afrikanischen Erzählung eindrucksvoll unterstrichen.

Lana Matejka las die Passagen der Geschichte vor und führte so durch den Adventsabend. Sie erzählte von einem kleinen Jungen, dessen Dorf von Soldaten niedergebrannt, viele Bewohner ermordet und Familien getrennt wurden. Kurz vor Weihnachten verstirbt auch noch seine Großmutter, und er fragt sich, ob Weihnachten in diesem Jahr überhaupt kommen wird.

Nach jeder Passage der traurigen Geschichte um diesen kleinen Jungen und seine ältere Schwester gab es für die Zuhörer ein Weihnachtslied vom Musikverein. Neben Klassikern der Weihnachtszeit wie “O Sanctissima” (Oh du fröhliche) oder “Es kommt ein Schiff, geladen” war darunter auch das Largo aus “Der Winter” von Vivaldi. Nach dem letzten Kapitel der Weihnachtsgeschichte, in dem die Schwester des Jungen ein Kind zur Welt bringt und damit die weihnachtliche Stimmung doch noch in das Dorf einziehen lässt, spielten die Leutesheimer das bekannte “Hallelujah” von Leonard Cohen. Zum Ausklang des Abends folgte mit “Stille Nacht” und “Donna nobis pacem” noch zwei Stücke, bei denen alle Anwesenden zum Mitsingen aufgefordert waren. Unter großem Applaus beendeten die Musiker damit ihr besinnliches Programm.

Bei dem Adventsabend kamen 700 Euro Spenden für das Haus des Lebens in Offenburg zusammen. “Wir möchten die jungen Mütter und schwangeren Frauen unterstützen, die sich an das Haus des Lebens wenden und dort unter anderem eine sozialpädagogische Hilfe erhalten”, sagte Vereinsvorsitzender Mario Hauß in seiner Ansprache.

Text/Foto: Musikverein

 

 

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Leutesheim wird doch kein »Kerniges Dorf«

Kehl-Leutesheim. Leutesheim hat den Sprung in die Finalisten-Auswahl des Wettbewerbs »Kerniges Dorf« nicht geschafft. Das verkündete Faulhaber am Montag auf der Ortschaftsratsitzung. »Litze« hatte sich im Juni dieses Jahres mit seinem Ortsmitte-Projekt für das »Kernige Dorf«-Preisgeld von 2000 Euro beworben. An dem Wettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hätten 147 Dörfer aus ganz Deutschland teilgenommen, so Faulhaber. Leutesheim will den Ortskern rund um das Milchhiesl aufwerten und dort einen Rastplatz für Radtouristen, einen Spielplatz, eine »Plauderbank« und einen kleinen Festplatz einrichten. Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen schätzt Faulhaber auf »bestimmt 40.000 Euro«.

Text: Antje Ritzert
Foto/Quelle: ASG/Stadtplan 2509d, Urheber: Fiedels 7 fotolia.com

 

 

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Startschuss für Baugebiet »Hanfrötze II«

Kehl-Leutesheim. „Es ist vollbracht!“, frohlockte Ortsvorsteher Heinz Faulhaber auf der Ortschaftsratsitzung am Montagabend. Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan »Hanfrötze II« im Oktober bereits beschlossen, jetzt wurde er vom „Litzmer“ Rat noch einmal förmlich bestätigt. Seit der Anfrage des Ortschaftsrates, ob sich das Schrebergärten-Gelände am nordöstlichen Ortsrand von Leutesheim für ein Baugebiet eignet, sind bis zum Satzungsbeschluss gute drei Jahre vergangen. Immer wieder hatte sich die Aufstellung des Bebauungsplanes verzögert, unter anderem wegen eines hohen Grundwasserspiegels, möglichen Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg, einer alten unterirdischen Bunkeranlage in der Nähe des Baugebietes sowie einer Pipeline im Boden, die militärische Einrichtungen mit hochgefährlichen, brennbaren und wassergefährdenden Kraftstoffen versorgt.

Unmut über die Dauer des Verfahrens kam dennoch aus dem Ortschaftsrat: „Drei Jahre für drei kümmerliche Bauplätze, das ist wirklich etwas übertrieben“, sagte Margot Wohlbold-Melet (SPD). Sie regte zudem an, noch einmal prüfen zu lassen, ob die unbebaubare Fläche über der Bunkeranlage nicht für Pkw-Stellplätze genutzt werden kann. Denn die Satzungsvorlage der Kehler Verwaltung geht nicht auf den Antrag des Ortschaftsrates vom Mai dieses Jahres ein, wonach auf den 272 Quadratmeter ein Parkplatz angelegt werden soll. Auch die Forderung nach einem einseitigen Halteverbot auf der gegenüberliegenden Straßenseite der drei Baugrundstücke will das Gremium erneuern.

Text: Antje Ritzert
Foto: Marco Karch

 

 

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