Baumschnittkurs in Leutesheim

Kehl-Leutesheim. In den Wintermonaten steht der Schnitt von Kernobst, wie Apfel-, Birnen- und Quittenbäume auf dem Programm. So auch beim Obst- und Gartenbauverein Auenheim-Leutesheim. Vorsitzender Hans-Peter König (ganz links) führte mit seinem Team am vergangenen Samstag auf Auenheimer Gemarkung einen Schnittkurs durch. Auf unserem Foto zeigt Baumwart Hans Heidt, wie fachgerecht abgeschnitten wird.

Text/Foto: Jürgen Preiß

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»Flitze für Litze« – Fahrdienst startet in Leutesheim
Im Moment übernimmt Manuela Hummel noch selbst einige der gebuchten Fahrten. Sobald „Flitze für Litze“ im Januar offiziell an den Start gegangen ist, wird sie sich hauptsächlich um die Organisation kümmern. Foto: Antje Ritzert

»Flitze für Litze« – Fahrdienst startet in Leutesheim

Kehl-Leutesheim. »Flitze für Litze – der freundliche Fahrdienst für mobilitätseingeschränkte Menschen aus Litze« geht am 1. Januar an den Start. Die Probephase des Projekts ist bereits erfolgreich angelaufen. Wer möchte nicht so lange wie möglich im eigenen Haushalt leben? Aber was tun, wenn der Rücken zwackt und die Füße nicht mehr so richtig wollen? Wer Glück hat, wohnt in der Stadt und hat Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte direkt vor der Haustür. Doch den Bewohnern auf dem Dorf ist ein eigenständiges Leben ohne Hilfe von Familie und Freunden kaum möglich – es sei denn, der Geldbeutel ist groß genug, um sich für jede Kleinigkeit eine Taxifahrt in die Stadt leisten zu können.

Die Kirchgemeinde Leutesheim hat deshalb das Projekt „Flitze für Litze“ ins Leben gerufen. Es soll älteren Menschen, die zwar im eigenen Haushalt leben, aber längere Strecken nicht mehr zu Fuß bewältigen können, das Leben erleichtern. „Uns geht es um diejenigen, die selbst mit dem Bus schon überfordert sind“, sagt Manuela Hummel. Hummel ist Mitglied des Kirchgemeinderats und hat die Organisation des Projekts übernommen. Das Prinzip ist einfach: Ehrenamtliche Helfer fahren die betagten Bürger kostenlos zum Arzt, zum Einkaufen, zur Apotheke, Post, Bank oder wohin auch immer. Der Bedarf wird vorher telefonisch bei Hummel angemeldet – und diese teilt die Fahrer dann ein. „Ich gucke natürlich, was ich zusammenlegen kann“, sagt sie. „Denn schließlich möchte man ja der Umwelt auch noch was Gutes tun.“

Dass es einen Bedarf in „Litze“ gibt, davon ist Manuela Hummel überzeugt: „Wir haben sehr viele über 80-Jährige, die in ihren eigenen vier Wänden wohnen und die alle daran interessiert sind, so lange wie möglich zu Hause wohnen zu bleiben.“ Man fange jetzt mit dem Fahrdienstangebot klein an. „Aber ich stelle mir vor, dass das ein Start sein kann, die Unterstützung auch wachsen zu lassen“, so Hummel. Dabei wolle man weder dem Pflegedienst noch den Taxiunternehmen oder einem anderen Gewerbe in die Quere kommen, betont die 51-Jährige. „Darum haben wir den Fahrdienst auch auf das Kehler Stadtgebiet und Rheinau-Linx begrenzt“, erklärt sie.

Seit Anfang Dezember läuft die Pilotphase: „Ich hatte mir gedacht, dass es vielleicht ganz wichtig ist, den älteren Menschen noch vor Weihnachten die Gelegenheit zu geben, unabhängig von Familie einkaufen gehen oder was besorgen zu können. Denn in dieser Zeit steht ja meistens doch mehr an als das Jahr über“, sagt Hummel. Etwa acht Fahrten habe es bereits gegeben. „Ich stelle mir vor, dass ich einen Pool von mindestens 20 Fahrern bekomme“, rechnet sie aus. Denn die meisten Helfer stünden zeitlich nur mit Einschränkungen zur Verfügung. Hummel ist auf dem besten Weg, ihr Ziel zu erreichen: Elf Ehrenamtliche stehen bereits in den Startlöchern.

„Sie erbringen den Dienst, den der Bus nicht leisten kann“, beschreibt Hummel deren Aufgabe. Also die Fahrt von Haustür zu Haustür. „Es ist ja ganz klasse, dass sich das Busnetz jetzt schon etwas geschlossen hat“, sagt sie. Aber für ihre Zielgruppe sei selbst der Weg von zu Hause an die Bushaltestelle oder von der Bushaltestelle in Kehl zum Arzt eine große Hürde: „Diese Leute haben einfach nicht mehr die Puste und die Kraft, um das zu bewältigen.“

Offizieller Start von „Flitze für Litze ist der 1. Januar. Träger des Projekts ist die Kirchgemeinde Leutesheim, mit Unterstützung des DRK-Ortsverbands und der „Litzemer“ Ortsverwaltung. Der Mitgliedsbeitrag kostet 15 Euro im Jahr. Um eine Fahrt zu buchen, muss man zwar nicht Mitglied werden. „Aber wir legen es den Senioren nahe, um dadurch das Projekt am Leben zu halten“, sagt Hummel.

„Flitze für Litze“
Ansprechperson: Manuela Hummel
Sprechzeiten: Montag 11 bis 12 Uhr sowie Mittwoch 8:30 bis 9:30 Uhr (im Rathaus Leutesheim)
Tel.: 0178 323 79 38

Text/Foto: Antje Ritzert

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Guter Besuch beim Leutesheimer Adventsmarkt
Gut besucht war der Adventmarkt im Leutesheimer Löwenhof. Die Showtanzgruppe »D´Hupfdohle« boten selbstgemachte Linzertorten, Muffins und Donuts an. Mit dem Erlös finanzieren die Tanzbegabten ihre Kostüme für den nächsten Faschingsauftritt. Foto: Jürgen Preiß

Guter Besuch beim Leutesheimer Adventsmarkt

Kehl-Leutesheim. Der Adventmarkt im Leutesheimer Löwenhof ist kein Geheimtipp mehr. Am Sonntag strömten die Besucher zu der wiederum sehr ansprechenden Veranstaltung. Löwen-Wirtin Kathrin Schütterle und die Aussteller zeigten sich mit der Resonanz sehr zufrieden.

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Messer-Macher Hans Geiger.

Der Kommerz steht bei vielen Ausstellern nicht im Vordergrund. »Für mich öffnet mein Hobby auch ein Tor zur Außenwelt«, sagt Hans Geiger. Er präsentierte im Löwen-Schopf wertvolle, handgemachte Messer. Die Griffe sind teils aus altem Fassdaubenholz gefertigt. Und jeder Kundenkontakt ist für ihn auch eine Bereicherung. Am Sonntag konnte sich der Leutesheimer über viele Gespräche freuen.

Andrea Schmidt hatte ihre »Lolas« dabei. Die Künstlerin aus Sand stellt aus Ton seit über zehn Jahren weibliche Figuren her. Handgefertigtes aus Holz präsentierte die Familie Heidt aus Leutesheim. Dekos für die Advent- und Weihnachtszeit, ideenreich inszeniert und präsentiert.

Xenia Stürz aus Leutesheim präsentierte ihre Acryl-Malerei und selbstgemachten Schmuck, Annette Keck aus Leutesheim Kunst aus Keramik, die auch Minusgraden standhält.

Voll im Trend liegt Svenja Schmitz mit ihrer handgefertigten Seife. Sie ist vegetarisch und das Seifenstück braucht keine Plastikhülle. Für Jacqueline Etschberger war dieser Adventmarkt auch eine Reise zurück zu ihren Wurzeln. Sie verbrachte ihre Jugendzeit in Leutesheim im elterlichen Hause Pfuhler und fertigt seit einigen Jahren in der Offenburger Grabenallee feine, handgemachte Süßigkeiten aus Schokolade.

Die Showtanzgruppe »D´Hupfdohle« boten selbstgemachte Linzertorten, Muffins und Donuts an. Mit dem Erlös finanzieren die Tanzbegabten ihre Kostüme für den nächsten Faschingsauftritt, verriet Charlotte Wirth.

»Litzmer Bredle« – gerührt, geformt und gebacken von Roland Schwärzel sowie das vielseitige, süße Angebot der Damen vom DRK Leutesheim verfeinerten das Angebot für den Gaumen. Das kulinarische Angebot wurde ergänzt durch feine Schnäpse und Liköre aus der Brennerei Hummel. Der Rohstoff kommt teils aus den Streuobstwiesen vor den Toren Leutesheims. Von dort stammten auch die Mistelzweige, die bei Pflegearbeiten des Obst- und Gartenbauvereins angefallen waren.

Xenia Stürz aus Leutesheim präsentierte ihre Acryl-Malerei und selbstgemachten Schmuck, Annette Keck aus Leutesheim Kunst aus Keramik, die auch Minusgraden standhält.

Text/Fotos: Jürgen Preiß

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Hätten Sie’s gewusst? So funktioniert der Defibrillator in der Mehrzweckhalle
Der Einsatz eines Defibrillator kann lebensrettend sein. Symbolfoto

Hätten Sie’s gewusst? So funktioniert der Defibrillator in der Mehrzweckhalle

Manchmal entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Wie zum Beispiel bei einem Radfahrer, der in Mitten des Schwarzwalds bewusstlos zusammenbrach, nur wenige Meter entfernt von einer Wirtshütte. Der Hüttenwirt lief sofort zu dem leblosen Mann und versetzte ihm mit einem Defibrillator lebensrettende Elektroschocks. Der dritte Schock konnte den Sportler ins Leben zurückholen.

Der 54-jährige Mann hatte Herzkammerflimmern, welches zum Herz-Kreislauf-Stillstand und damit innerhalb weniger Minuten zum Tod führt, wenn es nicht unterbrochen wird. Wir sprechen vom plötzlichen Herztod, an dem in Deutschland jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen versterben. Das sind doppelt bis dreimal soviel wie bei Verkehrsunfällen.

Doch, wie funktioniert eigentlich ein Defibrillator? Zum Unterbrechen von Kammerflimmern und anderen lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen eignen

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Ein Foto des Defibrillators in der Halle. Foto: Marco Karch

sich Elektroschocks. Sie sorgen im Herzen zunächst einmal für Ruhe, indem sie alle elektrischen Impulse unterbrechen. Dadurch hat das Herz die Chance, wieder einen geordneten Herzschlag zu beginnen, medizinisch spricht man von »Sinusrhythmus«. Und genau das macht der Defi, wie der Defibrillator im Fachjargon heisst. Fast jeder hat es in Fernsehsendungen wie »Emergency Room«, »Schwarzwaldklinik« oder »In aller Freundschaft« schon gesehen. Ein bewusstloser Patient wird eilig in die Notaufnahme gebracht. »Herzstillstand«, rufen die Rettungsassistenten. Der Arzt holt den »Defi«, setzt die Paddels auf dem Brustkorb des Patienten, ruft »Achtung, weg!«. Der Körper des Patienten zuckt. Kurz darauf zeigt das EKG wieder fleißige, geordnete Herzschläge an.

Voraussetzung für den Erfolg der Sofortbehandlung durch Elektroschocks ist der rechtzeitige Einsatz des Defibrillators. Denn mit jeder Minute, die vergeht, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um bis zu 10 Prozent. Und schon nach drei Minuten setzt ein Absterben der Gehirnzellen ein. Es kommt hierbei also auf jede Sekunde an. Entscheidend ist demnach, dass im entsprechenden Moment ein Defibrillator zur Hand ist und es jemanden gibt, der ihn bedienen kann.

AED in der Leutesheimer Mehrzweckhalle
defibrillator standort halle leutesheim litzeDa durch das Warten auf den Notarzt oftmals zu viel Zeit verstreicht, wurden die automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) entwickelt, die auch von Laien bedient werden können. AEDs hängen inzwischen an vielen öffentlichen Plätzen, wie zum Beispiel Flughäfen, Sporteinrichtungen und Ämtern. Am Frankfurter Flughafen sollen sie schon 14 Menschen das Leben gerettet haben, in der Münchener U-Bahn 18.

Auch in der Leutesheimer Mehrzweckhalle hängt seit einigen Jahren ein Defibrillator, installiert in der Ecke des ehemaligen Foyers. Bisher wurden laut Ortsvorsteher Heinz Faulhaber am 10. Juni 2016 Übungsleiter und örtlichliche Vereinsvertreter über die lebensretende Handhabung informiert. Doch wissen auch Sie, wie er funktioniert?

Darüber hinaus wurde in der jüngsten Vereinsbesprechung kritisiert, dass der Defibrillator nur von innen verwendbar ist, während des Hallenbetriebs, also bei Schul-, Sport- oder Festveranstaltungen. Eine Nutzung außerhalb, bei verschloßenem Hallengebäude, ist derzeit leider nicht möglich.

Im folgenden Video sehen Sie die Handhabung des baugleichen Geräts:

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40 Jahre Jugendtreff: Kuschelecken passten der Pfarrerin überhaupt nicht
Mit einem kleinen Festakt feierten die Leutesheimer am Sonntag das 40-jährige Bestehen ihres Jugendtreffs. Monika Lindenberg (vorne mit Bild), Peter Kiefer (rechts daneben) sowie Martin Wahl (Zweiter von rechts) haben die Jugendarbeit in Leutesheim über viele Jahre maßgebend mitgestaltet. Foto: Jürgen Preiß

40 Jahre Jugendtreff: Kuschelecken passten der Pfarrerin überhaupt nicht

Kehl-Leutesheim. Kein Jubiläums-Zeltfest, aber mit einem kleinen Festakt feierten die Leutesheimer am Sonntag das 40-jährige Bestehen ihres Jugendtreffs. Ortsvorsteher Heinz Faulhaber begrüßte unter den Gästen Peter Kiefer und Monika Lindenberg. Peter Kiefer hatte den Treff 1979 ins Leben gerufen, Monika Lindenberg war die dienstälteste Treff-Leiterin.

Bis Ende der siebziger Jahre hatte sich die Dorfjugend noch an der Bushaltestelle vor der Kirche getroffen. Es sei dort immer sehr laut zugegangen. Das galt als öffentliches Ärgernis, erinnerte Peter Kiefer.

Im alten Schulgebäude, der heutiges Arztpraxis, fanden die Jugendlichen eine erste Bleibe. Ernst Schrade, in Leutesheim wohnender Jugendreferent des Kirchenbezirks und Pfarrerin Petzold engagierten sich, berichtete Heinz Faulhaber. Mit Ernst Schrade und Peter Kiefer hatten die Jugendlichen sogar einen Freizeit-Aufenthalt an der Cote d´Azur.

1981 zog der Treff in das Kindergartengebäude um. Die Jugendlichen kamen zunächst in Kellerräumen, später auch im Obergeschoss unter. Dass mit Matratzen Kuschelecken eingerichtet wurden und es auch Alkohol zu trinken gab, passte der damaligen Pfarrerin Becker wohl überhaupt nicht. Sie führte eine Hausordnung mit klaren Regeln ein, berichtete Heinz Faulhaber.

Der Erwerb des ehemaligen ZG-Raiffeisen-Gebäudes durch die Stadt Kehl ermöglichte dem Jugendtreff im Jahr 2001 neue räumliche Perspektiven. Monika Lindenberg begann in diesem Jahr ihre Tätigkeit als Jugendtreff-Leiterin. Die Jugendlichen halfen bei der Renovierung des neuen Treffgebäudes tatkräftig mit, erinnerte sie sich. Und der Umzug in das Raiffeisengebäude sei mit einem Traktorgespann über die Bühne gegangen. 14 Jahre lang war Monika Lindenberg Leiterin des Jugendtreffs in Leutesheim. Sie erhielt in dieser Zeit viel Lob und Anerkennung für ihr Engagement.

Die Finanzierung des Treffs war aufgeteilt: Die Gemeinde übernahm die Raumkosten, die Kirche bezahlte das Personal. Im Jahr 2000 wurde ein Förderverein gegründet. Er unterstützt seither die Finanzierung des Jugend-Treffs mit den Einnahmen aus Festlichkeiten. Martin Wahl hat die Geschicke dieses Vereins über einen Zeitraum von 20 Jahren maßgeblich geprägt, lobte Ortsvorsteher Heinz Faulhaber beim Festakt. Aktuell ist Lucas König Chef des Fördervereins.

Aktueller Jugendtreffleiter ist seit September 2012 Kevin Ewert. Er wird von Pascal Woitschitzky unterstützt. Die Einrichtung in der Gießelbachstraße ist dienstags von 14 bis 20 Uhr sowie donnerstags und freitags von 14 bis 21 Uhr geöffnet.

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Die Leitung des Jugendtreffes Leutesheim

1979-1984: Peter Kiefer
1984-1985: Sanne Eisenbeiß
1987: Barbara Fränznick-Schmeiser
1988–1992: Claudia Mündel
1992-1994: Andreas Pflugbeil
1995-1996: Holger Heiten und Ilse Schenk
1997: Monika Joseph
1998: Patricia Marschall
1998-2011: Monika Lindenberg
2011-2012: Volker Symanek
Seit 2012: Kevin Ewert und Pascal Woitschitzky

Text: Jürgen Preiß/red
Fotos: Jürgen Preiß, Marco Karch, Archiv

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»Filsbach Consort« begeistert in der Leutesheimer Kirche
Der Leutesheimer Raphael Kuhn (rechts im Bild) war am Sonntagabend mit seinem A-capella Vokalensemble »Filsbach Consort« aus Mannheim Gast in der vollbesetzten Leutesheimer Kirche. Die Veranstaltung endete mit stürmischem Applaus und einer Zugabe. Foto: Jürgen Preiß

»Filsbach Consort« begeistert in der Leutesheimer Kirche

Kehl-Leutesheim. Der Leutesheimer Raphael Kuhn war am Sonntagabend mit seinem A-capella Vokalensemble »Filsbach Consort« aus Mannheim Gast in der vollbesetzten Leutesheimer Kirche.

Bei dem 90-minütigen Auftritt des achtstimmigen Ensembles ging es um die vier Elemente. Das sollen nach alter Überlieferung die Bausteine sein, aus dem alles besteht: Feuer, Wasser, Erde und Luft. Die Veranstaltung endete mit stürmischem Applaus und einer Zugabe.
Die Mitglieder von »Filsbach Consort« sind studierte Musiker und erfahrene Chorsänger, die verschiedene musikalische Profile vereinen. Von Beruf sind die Chormitglieder teils Musiklehrer oder Physiker. Raphael Kuhn leitet den Volkschor Nordheim und den Polizeichor Mannheim. Steffen Krüger, der durch das Programm führte, ist Gartenbauer.

Alle Stücke waren von dem Thema inspiriert. Der Bogen wurde gespannt von Volksliedbearbeitungen wie »Kein Feuer, keine Kohle« über frühneuzeitliche Madrigale (Gelo hà madonna il seno, Carlo Gesualdo) bis zu den ausladenden, spätromantischen Kompositionen mit dem Titel »At The Round Earth’s Imagined Corners«. Dort wurde der Untergang der Erde herbeibeschworen.

Die Stimmungslage in den erstklassig vorgetragenen Stücken wechselten von düster zu heiter, themenbedingt. Helle Aufregung herrschte, als beim »Feuerreiter« am Horizont die Mühle brannte. Fröhlich und erwartungsfall präsentierte sich Solistin Antje Renner mit ihren drei Damen hingegen beim plattdeutschen »Dat Du min Leevsten büst«. Ein Vortrag, der mit besonders viel Beifall bedacht wurde.

Die Besetzung wechselte mehrfach zwischen Achtstimmigkeit, fünf bis sechs-stimmigen Werken sowie Männer- und Frauenchor. Die Stücke arbeiteten zum Teil mit tonmalerischen Elementen: In William Byrds »Terra tremuit« begann die Erde zu zittern. Und in Edward Elgars Werk »Love’s Tempest« wehte ein kräftiger Sturm durch das Leutesheimer Kirchengemäuer.

Ein ganz besonderer Effekt entstand in einem estnischen Stück mit dem Titel »Tuula könnuma kohal«. Komponist Veljo Tormis hat in seiner Komposition mehrfach Glissandi verwendet, um den Wind darzustellen.

»Filsbach Consort« schloss den sehr ansprechenden Liederreigen in Leutesheim mit »Loch Lomond«, ein schottisches Volkslied, bei dem Michael Schönwald als Solist glänzte.

Text/Foto: Jürgen Preiß

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Europawahl 2019: So hat Leutesheim gewählt

An die Stimmzettel zur Europawahl 2019 ging es für die Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Sonntag. Sehen Sie hier, wie Leutesheim gewählt hat.

Wahlbezirk 27, Leutesheim

Wahlberechtigte insgesamt:
1.093

Wahlberechtigte davon ohne Wahlschein:
917

Wähler insgesamt:
590

Wähler davon mit Wahlschein:
176

Stimmen
ungültig: 17
gültig: 573

CDU: 101 (17,63 %), SPD: 166 (28,97 %), GRÜNE: 125 (21,82 %), AfD: 68 (11,87 %), FDP: 24 (4,19 %), DIE LINKE: 15 (2,62 %), FREIE WÄHLER: 24 (4,19 %), PIRATEN: 2 (0,35 %), Tierschutzpartei: 10 (1,75 %), ÖDP: 3 (0,52 %), NPD: – (-), Die PARTEI: 9 (1,57 %), FAMILIE: 7 (1,22 %), Volksabstimmung: – (-), BP: 1 (0,18 %), […]

Quelle: kehl.de

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»Hanauer Bur« war Gast beim »Litzmer« Seniorennachmittag

Kehl-Leutesheim. Der »Hanauer Bur« war vor kurzem beim Leutesheimer Seniorennachmittag zu Gast. Heinz Wendling aus Ottersweier unterhielt prächtig mit lustigen Gedichten und Geschichten. Alles eingepackt in originalen und originellen Hanauer Dialekt. Bei den Gästen im Feuerwehr-Versammlungsraum kam der Vortrag jedenfalls sehr gut an.

Text/Foto: Jürgen Preiß

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