Kehl-Leutesheim. Über ein durchwachsenes Jahr 2018 berichtete der Angelsportverein Leutesheim bei seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag im »Löwen«. Das Sommerfest lief gut und die Arbeitseinsätze war wiederum gut besucht. Der Nachwuchs bereiten den Anglern allerdings ein wenig Sorgen.

Bei seinem Jahresrückblick informierte Jörg Hummel über die Einsätze der Vereinsmitglieder an den Pachtgewässern. So wurden unter anderem Laichplätze am Mittelgrundsee angelegt und das Ufer an den Rötze-Weihern befestigt. Dank sprach der Vereinsvorsitzende in diesem Zusammenhang aus an Kathrin Schütterle, Berthold Clemens und Hervé Voltz. Sie hatten sich und ihre Traktoren für den Einsatz zur Verfügung gestellt.

127 Mitglieder zählte der Angelsportverein (ASV) am Jahresende. 34 davon sind passiv und es gibt 13 Ehrenmitglieder. Die Anzahl derjenigen, die auch tatsächlich am Wasser aktiv sind, wurde von Schriftführer Jürgen Preiß mit 59 beziffert.

Probleme hat der ASV mit dem Nachwuchs. Die Lust, die Playstation mit einer Angelrute zu tauschen, ist nicht immer sehr ausgeprägt, hieß es in der Versammlung. Obwohl sich der Verein sehr viel Mühe macht und einige, speziell auf die Jugendlichen zugeschnittene Aktionen am See anbietet, war die junge Teilnehmerschaft zuletzt stark rückläufig. »Wir bleiben an diesem Thema aber dran«, versprach Jörg Hummel.

Finanziell steht der Verein laut Kassenbericht von Torsten Bauer gut da. Das Sommerfest war gut besucht. Die »Litzmer« Angler konnten sich daher im zurückliegenden Jahr einen Fischbesatz leisten für nahezu 8.000 Euro. So viel Geld hat der ASV in seiner über 60-jährigen Vereinsgeschichte noch nie für diesen Zweck ausgegeben, sagte Jörg Hummel. In den nächsten Jahren sollen die Ausgaben für den Besatz wieder auf das übliche Niveau zurück gefahren werden. Das liegt in etwa bei der Hälfte.

Investieren wollen die Leutesheimer Petrijünger vor allem in die Qualität der Gewässer. Mit verschiedenen Maßnahmen im Uferbereich soll versucht werden, einen Lebensraum zu schaffen, in dem die Fische Schutz finden.

Auch soll der Kontakt zum Landesfischereiverband intensiviert werden. Der ASV zahlt jedes Jahr rund 1.000 Euro Beitrag. »Vielleicht können wir davon etwas in Form von fachlicher Beratung zurück holen«, hieß es in der Versammlung.

Text: Jürgen Preiß
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