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Der Ortschaftsrat Leutesheim ist auf der Suche nach einem Standort für eine Mobilitätsstation. In der Ortsmitte sieht er dafür wenig Raum. Ein alternativer Standort könnte der Platz vor der ehemaligen Milchzentrale sein

Wo ist in Leutesheim Platz für eine Mobilitätsstation?

Ortschaftsrat macht sich Gedanken über einen Standort:

Leutesheim soll an das Mobilitätsnetzwerk Ortenau angeschlossen werden und eine eigene Station möglichst in Ortsmitte erhalten. Der Kehler Stadtplaner Thorsten Werbeck stellte das Projekt am Montagabend in der öffentlichen Ortschaftsratsitzung vor.

Er regte an, eine Mobilitätsstation in die Planungen bei der Neugestaltung der Leutesheimer Ortsmitte zu berücksichtigen. Mit einer Realisierung der Station kann der nördlichste Kehler Teilort allerdings kaum vor dem Jahr 2027 rechnen, hieß es in der Ratsitzung. Die Planungen für die Umgestaltung der Dorfmitte sollen hingegen schon im nächsten Jahr beginnen.

Eine Mobilitätsstation soll die verschiedenen Angebote im Straßenverkehr möglichst umweltfreundlich verknüpfen: Bus fahren, Autos gemeinsam nutzen, Fahrräder leihen und dort parken. Die einzelnen Angebote können einfach mit dem Handy gebucht und bezahlt werden. Außerdem soll es dort auch eine Ladestation für elektrisch betriebene Autos geben. In Offenburg gibt es bereits Mobilitätsstationen. Die Einrichtungen in Kehl sollen nach dem Offenburger Modell gebaut werden, mit einheitlichem und gut wiedererkennbarem äußeren Erscheinungsbild.

Die Mobilitätsstationen haben einen Platzbedarf von rund acht PKW-Stellplätzen, sagte Werbeck. Diese Größe ist in Leutesheim ein Problem. Die Station könnte nicht in unmittelbarer Ortsmitte, also in der Nähe von Kirche und Rathaus entstehen. »Die Stadt hat dort zu wenig eigenes Gelände«, erklärte Ortsvorsteher Heinz Faulhaber.

Ein alternativer Standort könnte der Platz vor der ehemaligen Milchzentrale sein, meinten die Bürgervertreter. Vielleicht kommt auch der Parkplatz vor dem Friedhof in Frage. Der Ortschaftsrat begrüßte jedenfalls die geplante Maßnahme auch im Hinblick darauf, dass Rheinau ebenfalls Mobilitätsstationen bauen will. Und viele Leutesheimer Kinder gehen nach Rheinbischofsheim in die Schule. Das könnte ein gutes Angebot werden, sagte Rathauschef Heinz Faulhaber. Angeregt wurde, die Radwege weiter auszubauen und für ein verlässliches Handynetz in Leutesheim zu sorgen.

Text/Foto: Jürgen Preiß

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