SV Leutesheim übt Kritik an der Stadtverwaltung

„Flickschusterei beim Einbau der neuen Sportplatz-Beregnungsanlage“
Der Leutesheimer Fußballplatz ist nach einer Baumaßnahme aktuell nicht in dem Zustand wie es dem Sportverein offensichtlich versprochen wurde. In den letzten Wochen ist dort die defekte Beregnungsanlage ausgetauscht worden.

Markus Lesniak, einer von drei Vorsitzenden des Fußballvereins, sprach das Thema in der jüngsten Leutesheimer Ortschaftsrat-Sitzung an. Er sagte zunächst, dass der Verein sehr froh und dankbar darüber sei, eine neue Beregnungsanlage für den bestehenden Rasenplatz und zusätzlich einen komplett neuen Rasen als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Hartplatz zu bekommen. Die Vergabesumme zur Ausführung beider Maßnahmen beträgt 533.925 Euro. Die Beregnungsanlagen für die beiden Plätze sollen zusätzlich knapp 80.000 Euro kosten.
Der Austausch der defekten Beregnungsanlage im alten Rasenplatz bereite nun aber Sorgen, sagte Markus Lesniak in der Ratsitzung. Bei der Ausführung wurde mit großen und tiefen Gräben gearbeitet, berichtete er. „Sie hatten schweres Gerät im Einsatz und haben dadurch für erhebliche Verdichtungen im Rasenfeld gesorgt“. Der Eingriff sei groß und müsse nun mit erheblichem Aufwand korrigiert werden. Die ganze Maßnahme stelle sich aktuell wenig professionell und als regelrechte Flickschusterei dar. Der Bereich sei durch die Verdichtung und nach dem Einbringen eines Rollrasens uneben. „Der Verein und unsere Fußballer sind über den Zustand des Spielfelds sehr unglücklich“, klagte Lesniak.

Dass ein Austausch einer Beregnungsanlage deutlich harmonischer und professioneller ablaufen kann, zeige die zeitgleiche Maßnahme am Neumühler Rasenplatz. Dort habe man mit einem minimalinvasiven Eingriff eine neue Beregnungsanlage in einen schmalen Graben eingesetzt und den Arbeitsraum kaum sichtbar wieder verschlossen. Die defekten Bewässerungsrohre wurden offensichtlich nicht entfernt. „Warum auch, die sind aus Kunststoff“, erklärte Lesniak.
Die ganze Aktion in Neumühl sei nach seinem Kenntnisstand von zwei Mann in vier Tagen ausgeführt worden. Die hiesige Firma hätte beim Austausch in Leutesheim mit vier bis fünf Mann drei Wochen lang gearbeitet. Er könne sich nicht erklären, warum die Stadt heir unterscchiedliche Firmen beauftragt habe. Das wäre mit Sicherheit deutlich kostengünstige gekommen und man hätte sich durch entsprechendes professionelle Arbeiten viel Arbeit und Ärger gespart.

Der Verein hat sich mit seinem Sportplatzproblem an die mit der Bauaufsicht beauftragten Mitarbeiter der Stadtverwaltung gewandt. „Wir haben von dort die Antwort erhalten, dass alles nach Plan läuft und der Platz noch in einen guten Zustand gebracht wird“, berichtete Markus Lesniak. Für ihn bleibe aber der Eindruck, dass diese Maßnahme deutlich professioneller, harmonischer und sehr wahrscheinlich auch kostengünstiger hätte abgewickelt werden können.
Das Leutesheimer Fußballrasenfeld hat eine neue Beregnungsanlage erhalten.

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