Obstkistenlagerung im Sägewerk 

„Ziel ist ein langfristig genehmigungskonformer und reibungsloser Betrieb“
In Leutesheim gibt es Neuigkeiten aus dem als Mischgebiet ausgewiesenen Sägewerk-Areal: Die Anzahl der dort gelagerten Obstkisten der Firma Huber und Wunsch muss bis zum 10. April auf Anordnung des städtischen Bauamtes reduziert werden, berichtete Ortvorsteher Heinz Faulhaber in der jüngsten Ortschaftsratsitzung.

Vorangegangen war eine behördliche Begehung im März. Dabei wurde festgestellt, dass von dem frei zugänglichen Lagergut eine wohl nicht unerhebliche Brandgefahr für die umliegende Wohnbebauung ausgehe, informierte der Leutesheimer Rathauschef. Und für den bereits gestellten Antrag auf Bau einer Lagerhalle müssten noch Unterlagen nachgereicht werden, schob Heinz Faulhaber nach.

Bei der Ortschaftsratsitzung im Februar hatten sich Anwohner aus dem als Mischgebiet ausgewiesenen Sägewerkareal über stark zugenommenen Verkehr, Lärm und LKW-Abgase bei Huber und Wunsch beschwert. Das dort seit November ansässige Unternehmen hat sich auf die Abholung und Vermarktung gebrauchter Obst- und Gemüsekisten spezialisiert, mit einer Lagerkapazität von rund 7000 Quadratmetern. In Leutesheim werden die noch guten Kisten umweltfreundlich zum wiederholten Einsatz aussortiert. Unbrauchbare Holzverpackungen werden zur besseren Nutzung der Transportkapazität zu kompakten Ballen gepresst und zur thermischen Verwertung versendet. Als Abnehmer kommen Feuerungsanlagen und die Spanplattenindustrie in Betracht. Die Abnehmer wiederverwertbarer Kisten warten in der Vorderpfalz. In erster Linie sind das Großerzeuger von Radieschen, Spinat, Salat und Bundzwiebeln. Außerhalb der Saison werden die Gebrauchtkisten eingelagert.

Ahmad Hajir, in Kehl aufgewachsener Betriebsleiter der Huber und Wunsch GmbH, teilte auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass sein Unternehmen den Standort in Leutesheim erst vor kurzem bezogen habe. Huber und Wunsch war davor Mieterin im Auenheimer Gewerbegebiet, musste dort wegen Eigenbedarfs raus und befinde sich in Leutesheim aktuell noch in der Aufbauphase. Für die weitere Entwicklung ist unter anderem der Bau einer Halle und eine verbesserte Strukturierung der Lagerflächen geplant. Dafür würden bereits Genehmigungsverfahren in enger Abstimmung mit der Stadt Kehl laufen. Der Betrieb sei ordnungsgemäß angemeldet, die aktuell angesprochenen Punkte betreffen ausschließlich organisatorische und baurechtliche Anpassungen.

„Die aktuelle Lagersituation stellt eine Übergangssituation dar“, erklärte Ahmad Hajir: „Wir arbeiten bereits aktiv daran, die Anforderungen der Behörden vollständig umzusetzen und der Situation entsprechend anzupassen.“ Zudem wurden bereits Maßnahmen zur Reduzierung von Lärm, Verkehr und zur Verbesserung der Ordnung auf dem Gelände umgesetzt. Dies betreffe die morgendlichen Abfahrtzeiten und auch den Ort, an dem die LKWs zur vorgeschriebenen Abfahrtprüfung gestartet werden. „Unser Ziel ist ein langfristig genehmigungskonformer und reibungsloser Betrieb im Einklang mit den Anforderungen vor Ort und ein gutes Verhältnis mit der Nachbarschaft“, sagt Ahmad Hajir.

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