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Hat die Leutesheimer Zerstörungs- und Einbruchsserie nun tatsächlich ein Ende?

»Ich bin froh, dass unsere Bestrebungen, endlich mal jemanden zu erwischen, geklappt haben«, sagte Ortsvorsteher Heinz Faulhaber. Am Samstagmorgen nahm die Polizei zwei Einbrecher in Leutesheim fest.

Von Antje Ritzert

Kehl-Leutesheim. Die Hoffnungen in Leutesheim sind groß, dass nach der Festnahme der beiden jungen Männer, die in der Nacht vom Freitag auf Samstag in das Leutesheimer Rathaus eingebrochen waren, die Vandalismus- und Einbruchserie in »Litze« abflaut oder sogar gänzlich ein Ende findet. »Es ist natürlich nur eine Vermutung, dass die zwei für alles zuständig sind, was hier vor Ort passiert ist«, sagte Heinz Faulhaber auf der Ortschaftsratsitzung am Montagabend. »Aber beweisen lässt sich nichts.«

In Leutesheim hat in den vergangenen vier Jahren die Zahl der nächtlichen Einbrüche in Vereins- oder öffentliche Gebäude sowie blinde Zerstörungswut enorm zugenommen. Die Palette reicht von Vandalismus auf dem Friedhof über Einbrüche in die Schule (bei denen unter anderem Laptops gestohlen wurden) bis hin zum Absägen des Christbaums vor der Kirche. Der Schaden, der daraus entstanden sind, liegt im fünfstelligen Bereich.

»Die Polizei hat einen hervorragenden Job gemacht«, lobte Heinz Faulhaber die Kehler Beamten. Allerdings sei der Bericht in der Kehler Zeitung, der weitgehend aus dem Polizeibericht zurückgeht, nicht ganz korrekt gewesen. Faulhaber gab deshalb auf der Ortschaftsratsitzung noch einmal seine eigene Version des Abends zum Besten. Demnach hatten die Täter in der Nacht vom Freitag auf Samstag zunächst versucht, die hintere Eingangstür zum Rathaus aufzubrechen, was ihnen aber nicht gelang. Daraufhin hätten sie ein Fenster des Sitzungssaals eingeworfen und die Tür des Saals, die verschlossen war, von innen aufgebrochen. Danach hätten sie die Bürotür zum Sekretariat im Obergeschoss gewaltsam geöffnet und ebenso zwei Schlüsselschränke, die sich dort befinden.

»Der Safe-Schlüssel hängt dort aber nicht drin«, sagte Faulhaber. Die Einbrecher hätten also nichts gefunden, dafür aber einen enormen Schaden angerichtet. Er schätzt ihn auf 6000 Euro. Die Hundestaffel der Polizei habe die Täter schließlich erwischt – unter ein paar Stühlen im Sitzungssaal, wo sie sich versteckt hatten. Faulhaber war bei der Festnahme selbst vor Ort und erkannte die 16 und 20 Jahre alten Tatverdächtigen sogar wieder: Er hatte sie ein paar Stunden zuvor schon am Rathaus »rumhängen« sehen und angesprochen. Er fordert nun eine angemessene Bestrafung der jungen Männer: »Hier einfach abzuwinken, das wäre nicht richtig.« Die Täter sollten zumindest in sozialen Einrichtungen den Schaden und ihre Strafe abarbeiten, so Faulhaber.



Spuren des Einbruchs: Wenige Minuten später konnten die beiden Täter vor Ort festgenommen werden. Der Sachschaden im Rathausgebäude wird auf zirka 6000 Euro geschätzt. Foto: Privat.