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OB Vetrano zum Lkw-Lenkungskonzept: »Ich kann noch nicht sagen, wo die Reise hingeht«


Die Leutesheimer wollen unter keinen Umständen ein noch höheres Lkw-Aufgebot in ihren Ort. Auf der jüngsten Ortschaftsratsitzung appellierten sie noch einmal eindringlich an OB Toni Vetrano, das Lenkungskonzept zu überdenken. Dieser war zur Sitzung als Gast geladen.


Von Antje Ritzert

 
Kehl-Leutesheim. Die Leutesheimer Ortschaftsratsitzung am Montagabend stand ganz im Zeichen des Austausches mit Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano. Von der Umgestaltung der Ortsmitte über die Krankenhaus-Strukturreform bis hin zu neuen Bauplätzen war der Themenkatalog gefächert, den Ortsvorsteher Heinz Faulhaber für diesen Abend vorbereitet hatte. Eines der dominanten Gesprächsthemen war das geplante, gemeindeübergreifende Lkw-Lenkungskonzept, mit dem die Straßen zwischen Rheinau und Neuried vom Schwerverkehr entlastet werden soll.

Der vom Kehler Gemeinderat favorisierte Entwurf sieht sowohl ein Durchfahrtsverbot für Lkw auf der ehemaligen B36 (jetzt L75) zwischen Freistett und Kehl sowie ein Fahrverbot für schwere Laster ab 7,5 Tonnen auf der EDF-Straße vor, die westlich der Ortschaften Leutesheim und Auenheim parallel zum Rhein verläuft. »Die EDF-Straße ist aber die einzige Möglichkeit, Leutesheim vom Schwerverkehr zu entlasten«, sagte Heinz Faulhaber, der befürchtet, dass die Rechnung der Planer nicht aufgeht.

Diese gehen davon aus, dass die Lkw, die vom Norden her nach Kehl wollen, dann über die Autobahn fahren. »Wir haben aber viel Schwerverkehr, der von Freistett und über den Rhein zu uns kommt«, erinnerte Faulhaber. Und dass dieser dann die 30 oder 40 Kilometer Umweg über die Autobahn nimmt um nach Kehl zu fahren, kann er sich nicht vorstellen.

Faulhaber forderte, dass die Laster zwischen dem Kieswerk und der Kläranlage auf die EDF-Straße gelenkt werden. »Denn ein noch höheres Lkw-Aufkommen ist für Leutesheim nicht mehr zumutbar«, sagte er und erinnerte an die vergangene Baustellen-Situation auf der B36, durch die sich das Verkehrsaufkommen in »Litze« derartig erhöht hatte, dass die Brummis in der Dorfmitte teilweise über den Fußweg fahren mussten. »Das war eine Ausnahmesituation«, sagte Faulhaber. »Das darf aber nicht die Lösung werden.« OB Vetrano konnte auf der Sitzung nicht versprechen, dass das endgültige Konzept im Sinne der Leutesheimer ausfallen wird. »Ich kann noch nicht sagen, wo die Reise hingeht«, bedauerte er. Das Lkw-Lenkungskonzept sei ein sehr komplexes Thema und man selbst noch im Dialog mit den anderen Gemeinden.

Vetranos Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Ortschaftsverfassung fiel dagegen umso deutlicher aus: »Ein klares Bekenntnis zur Ortschaftsverfassung«, sagte er und betonte: »Die kommunale Selbstverwaltung ist ein Herzstück der Demokratie.« Der Leutesheimer Ortschaftsrat nahm diese Aussage schweigend zur Kenntnis. »Man hat im Laufe von Satzungsänderungen schon manchmal den Anschein gehabt, als will man uns Rechte abgraben«, verteidigte Faulhaber das Thema. Auch regte er an, künftig bei den Vereinsförderrichtlinien »wertungsfreier zu verteilen«. Viele Bürger hätten das Gefühl, dass bei der Vergabe der Gelder »mit verschiedenem Maß gemessen« werde.



Stand dem Ortschaftsrat Rede und Antwort: Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano (Mitte) diskutierte mit den Leutesheimer Räten die aktuellen Probleme im Dorf. Foto: Antje Ritzert